Endlich wieder ein Pilzseminar an der Bergstrasse!

Am 11. und 12. Oktober 2014
findet in Zwingenberg-Rodau ein Pilzseminar für "Einsteiger" mit dem geprüften Pilzsachverständigen Joachim Rippel statt.

Veranstaltungsort: Zwingenberg-Rodau im Landgasthof "Zur Post"

Samstag von 19:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr
Einführung in die Pilzkunde, wo und wann wachsen Pilze?
Sonntag von 10:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr gemeinsame Pilzexkursion,
anschließend Pilzbestimmung und ein Referat wie verwertet
man Pilze und was muss man bei der Pilzsuche beachten.

Seminarende Sonntag ca. 14:00 Uhr

Anschließend Ehrenamtliche öffentliche Pilzberatung von 14.00 Uhr
bis 15.30 Uhr

Anmeldung zum Seminar bei

Joachim Rippel
Waldstrasse 28
64673 Zwingenberg
Telefon: 06251-76864
E-Mail: ingrid@notizbrett.de


Uploaddienst für Ihre Pilzbilder

Kennen Sie das Problem: Sie möchten gerne in einem Forum oder Chat ein Pilzbild posten aber es will einfach nicht klappen. Entweder der kostenlose Webspace bei dem Sie es versuchen macht Ihnen ein Strich durch die Rechnung oder Sie kommen erst garnicht so weit?
Dann kann ich Ihnen einen Vorschlag machen: Sie schicken mir Ihr Pilzbild und ich lade es für Sie hoch und gebe Ihnen den dazu entspechenden HTML-IMAGE-TAG (das sind diejenigen HTML-Befehle die das Bild z.B. in einem Forum erscheinen lassen).
Dieser Service ist absolut KOSTENLOS für Sie, daher können aber auch nur eine begrenzte Anzahl an Bildern aufgenommen werden. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Und nach einer gewissen Zeit werden die Bilder auch wieder gelöscht.
Für nähere einzelheiten setzen Sie sich doch einfach mit mir in Verbindung:

Joachim.Rippel@t-online.de

DURCHGEFÜHRTE PROBEN VON PILZEN UND PILZERZEUGNISSEN

 

DURCHGEFÜHRTE PROBEN VON PILZEN UND PILZERZEUGNISSEN
DIE VON DER AMTLICHEN LEBENSMITTELÜBERWACHUNG IN HESSEN FÜR DIE JAHRE 1996 BIS 1999 DURCHGEFÜHRTEN PROBEN VON PILZEN UND PILZERZEUGNISSEN. DIE MEISTEN BEPROBTEN WILDPILZE STAMMEN AUS DEM ODENWALD, DARUNTER ZAHLREICHE AUS MOSSAUTAL
(PWS)
zunächst geben wir eine Übersicht über die in den Jahren 1996 bis 1999 beprobten Pilze und Pilzerzeugnisse:
 

JAHR

ANZAHL DER UNTER-SUCHTEN PROBEN

BEANSTANDUNGEN IN PROZENT

ANZAHL DER BEAN-STANDETEN PROBEN

1996

93

2,2

2

1997

52

19,2

10

1998

123

10,6

13

1999

111

4,5

5


Im Jahr 1996 mussten von 93 Proben (Pilze und Pilzerzeugnisse) (2,2 Prozent) beanstandet werden. Eine Probe getrockneter Steinpilze entsprach nicht den Anforderungen der Leitsätze für Pilze und Pilzerzeugnisse für die deklarierte Klasse I. Eine Probe Mischpilzkonserve war aufgrund eines abweichenden, stark gärigen Geruchs nicht zum Verzehr geeignet.
 

HÖCHSTWERT FÜR PILZE LIEGT BEI 600 Bq/kg FG (Frischgewicht)

Was die radioaktive Belastung von Nahrungsmitteln angeht, so betragen die festgesetzten Höchstwerte für Cäsium 134 und 137 für Milch 370 Bq/l und für andere Lebensmittel 600 Bq/kg bzw. Bq/l. Diese Werte werden auch auf Lebensmittel, die nicht aus Drittländern stammen, sinngemäß angewandt.
Der schon 1995 und davor zu beobachtende Rückgang der Tschernobyl-Folgen in allen untersuchten Lebensmitteln setzte sich auch 1996 fort. Es war keine Probe infolge erhöhter künstlicher Radioaktivität zu beanstanden. Es werden deshalb nur noch bestimmte Lebensmittel bei ihrer Einfuhr auf eine radioaktive Kontamination untersucht. Hierbei handelt es sich z.B. um Fleisch von Wild, bestimmtes Obst und Gemüse, Pilze, Tee und Gewürze.
Vergleichsweise werden dazu auch ausgewählte Proben im Lebensmittelhandel entnommen.

HOHE WERTE BEI POLNISCHEN PFIFFERLINGEN

Bei polnischen Pilzkonserven lag die höchste gemeinsame Konzentration (Cäsium 134 und Cäsium 137) bei 220 Bq/kg.
1997 wurden von 52 Pilzproben und Proben von Pilzerzeugnissen 10 Proben beanstandet (19,2 Prozent). Bei frischen Champignons entsprach die Kennzeichnung nicht der Verordnung über gesetzliche Handelsklassen für frisches Obst und Gemüse. Bei einer Pilzkonserve fehlte die Los-Kennzeichnung.

Champignons aus Glaskonserven waren verschimmelt und Dosenchampignons grau verfärbt. – Die bei getrockneten Pilzen angegebene Spitzenqualität traf nicht zu. Bei weiteren Pilzerzeugnissen entsprachen die Angaben im Verzeichnis der Zutaten nicht den Anforderungen der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung.
Frische und verarbeitete Pfifferlinge wurden auf ihre Radioaktivitätsbelastung überprüft. Die Cäsium-134-Konzentrationen lagen unter 10 Bq/kg FG. Die Cäsium-137-Konzentrationen schwankten zwischen 56 und 486 Bq/kg.
Der in den Vorjahren zu beobachtende Rückgang der Tschernobyl-Folgen in allen untersuchten Lebensmittelproben setzte sich auch 1997 fort. Es war keine Probe infolge erhöhter künstlicher Radioaktivität zu beanstanden.
 

SCHWERPUNKTTHEMA WILDPILZE

Wie auch 1996 war die Strahlenbelastung von Pilzen im Herbst 1997 ein Schwerpunktthema. Nachdem die Cäsium-137-Aktivität in heimischen Pilzen rückläufig ist, liegt ein besonderes Interesse an osteuropäischer Ware. Bei den entnommenen Proben wurden keine Radioaktivitätskonzentrationen über 600 Bq/kg festgestellt. Eine Probe Pfifferlinge wies eine Aktivität von 486 Bq/kg Cäsium-137 auf.
Auch 1998 wurden Pilze aus Importen und dem Handel auf radioaktive Kontamination untersucht, vorwiegend galt das Augenmerk Pilzimporten aus Osteuropa. Die Strahlenbelastung von Pilzen im Herbst war deshalb wieder Schwerpunktthema. Da die Cäsium-137-Aktivität in heimischen Pilzen rückläufig ist, liegt ein besonderes Interesse an osteuropäischer Ware. Nachdem in anderen Mitgliedstaaten der EU Überschreitungen der höchstzulässigen Radioaktivität in Speisepilzen, insbesondere Pfifferlinge aus Osteuropa festgestellt wurde, hat die Bundesfinanzverwaltung 1998 die Vorführung aller Einfuhren dieser Art bei den Lebensmittelüberwachungsbehörden angeordnet. Bei den in Hessen eingeführten Sendungen sowie bei dem im Lebensmittelhandel entnommenen Proben wurden keine Aktivitätskonzentrationen über 600 Bq/kg festgestellt. In einigen Proben konnte Cs-137 bis zu 122 Bq/kg festgestellt werden.

HAUPTAUGENMERK: SPEISEPILZE AUS OSTEUROPA

Auch 1999 galt wieder den Speisepilzen aus Osteuropa das Hauptaugenmerk der Lebensmitteluntersuchungsämter. Bei Waldpilzen wurde beprobt des Verdachts auf überhöhte Radioaktivität wegen.
Aus anderen Gründen als aus Radioaktivitäts-Belastung wurden von gezogenen 83 Pilzproben drei beanstandet, das sind 3,6 Prozent. Getrocknete Pilze aus einem Chinarestaurant waren staubig-schmutzig und mit zahlreichen lebenden Reismehlkäfern befallen. In einem aus einem Beutel Tiefkühl-Champignons zubereitetem Pilzgericht fand sich ein Stück schmutziger Schnur nebst etlichen Faserresten. Champignons I. Wahl waren unfrisch, überlagert und entsprachen somit auch nicht den (fakultativen) Qualitätsnormen für Kulturchampignons.
 

KEINE ERHÖHTE RADIOAKTIVE BELASTUNG IM HIESIGEN BEREICH

18 Pilzproben wurden auf Radioaktivität geprüft. Der Grenzwert beträgt für diese Warengruppen 600 Bq/kg (Cs-134 und Cs-137). In fünf Proben bzw. 28 Prozent der untersuchten Pilze war die Aktivitätskonzentration von Cs-137 größer als 100 Bq/kg. Eine Probe wies 822 Bq/kg Cs-137 auf. Die Probe wurde jedoch nicht beanstandet, da die Messunsicherheit aufgrund der geringen Probemengen zu hoch war. Bei den Proben mit höherer Radioaktivität handelte es sich um Pfifferlinge, die aus osteuropäischen Ländern eingeführt worden waren. Waldpilze aus dem hiesigen Bereich (Einzugsbereich des Hessischen Amtes für Lebensüberwachung) wiesen keine erhöhte radioaktive Belastung auf.
Die Untersuchungen für das Jahr 2000 liegen noch nicht vor. Das entsprechende Jahrbuch erscheint 2001.

mit freundlicher Genehmigung des Vereins der Pilzfreunde und Naturschützer Odenwald e.V.